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#WorldEngineeringDay am 04.03.21 - Interview mit Stefan Schenker

Wir haben im Rahmen des #WorldEngineeringDay, der am 04. März 2021 stattfindet, ein spannendes Interview mit Stefan Schenker, Teamleiter bei Bouygues E&S EnerTrans, geführt. Im Gespräch gewährte er uns interessante Einblicke in seinen Werdegang und Arbeitsalltag bei #EnerTrans in der Schweiz.

Lieber Stefan, wie lange arbeitest Du schon bei Bouygues E&S EnerTrans? 

Diesen Sommer sind es 14 Jahre. Hinzu kommt noch meine 4-jährige Lehre, die ich von 1997-2001 bei der damaligen Atel absolviert habe. Insgesamt bin ich also schon 18 Jahre bei der Firma angestellt und habe meine ganze bisherige Karriere hier absolviert. 

 

Welche Ausbildungen hast du abgeschlossen? 

Nach meiner Lehre als Elektrozeichner habe ich zusätzlich noch die Berufsmaturität absolviert und anschliessend an der Fachhochschule Nordwestschweiz Systemtechnik mit Vertiefung Automation studiert. 

 

Was hat dich motiviert, eine Ausbildung zum Ingenieur in Angriff zu nehmen? 

Während meiner Zeit als Elektrozeichner hatte ich Schemas anhand von Rotkorrekturen erstellt und musste feststellen, dass mir grösstenteils das fachliche Verständnis dafür fehlte, was ich gezeichnet hatte. Das war der Auslöser für mich, ein Ingenieur-Studium zu beginnen, damit ich mir das Verständnis und die Fähigkeit aufbauen konnte, Schemas selber zu entwerfen und zu begreifen. Natürlich ist dafür auch ein starkes Interesse an technischen Themen eine Grundvoraussetzung.

 

In welchen verschiedenen Funktionen warst du bisher tätig? 

Angefangen hatte ich als Fachspezialist in der Leittechnik, wobei die Haupttätigkeiten die Instandhaltung, Wartung und Störungsbehebung dieser Systeme waren. Bei Neu- und Umbauten von Hochspannungsanlagen war ich dann jeweils die verantwortliche Person für dieses Fachgebiet. Mit der Zeit gesellten sich immer mehr Projektleiter-Tätigkeiten hinzu - anfangs noch kleinere Projekte bzw. Teilprojekte. Mit der Zeit wurden es immer grössere und komplexere Projekte; parallel dazu kam dann auch schrittweise mehr Führungsverantwortung hinzu.

 

Wie sieht dein Arbeitsalltag als Ingenieur bei Bouygues E&S EnerTrans aus? 

Einerseits bin ich planerisch tätig. Dazu gehören beispielsweise das Erstellen von Pflichtenheften und Ausschreibungsunterlagen. In der Ausführungsphase stelle ich die Qualität der Lieferergebnisse der Unternehmen sicher. Andererseits ist es auch möglich, dass EnerTrans selber als Lieferant oder Generalunternehmen auftritt. In meinem Verantwortungsbereich, der Sekundärtechnik, betrifft das bspw. Schutz- oder Leitsysteme oder auch Eigenbedarfsanlagen. Diese Systeme werden dann von uns konzipiert, parametriert, montiert und in Betrieb gesetzt, worum ich mich als Projektleiter kümmere. Weiter habe ich als Teamleiter auch noch Führungsaufgaben, wobei ich u.a. die Mitarbeitende betreue und unterstütze, Ressourcen plane, neue Aufträge akquiriere und Offerten erstelle.

 

Was sind die Herausforderungen in deinem Job? 

Jedes Projekt ist einmalig, sei es auf technischer Ebene oder auch aus organisatorischer Sicht. Auch wenn einen das Gefühl ereilt, dass man alles bereits gesehen hat, lernt man immer wieder Neues. Das macht die Arbeit auch nach 18 Jahren weiterhin spannend. Da unser Business projektbasiert ist, müssen wir veruschen, eine möglichst konstante Auslastung zu erzielen, was nicht immer einfach ist. Aufgrund meiner Führungsverantwortung muss ich auch dafür sorgen, dass die Mitarbeitenden ausgelastet sind und mit Aufgaben betraut werden, die ihren Fähigkeiten entsprechen und für sie interessant sind.

 

Du hast deine gesamte bisherige Karriere bei Bouygues E&S EnerTrans absolviert. Was schätzt Du an deinem Arbeitgeber? 

In erster Linie liebe ich meine Arbeit, weil sie sehr abwechslungsreich ist, sei es als Führungskraft oder als Projektleiter. Über all die Jahre hat mein Arbeitgeber es geschafft, mich zu fördern und zu fordern, was nicht selbstverständlich ist – dafür bin ich Bouygues E&S EnerTrans sehr dankbar. Da ich ein Familienmensch bin, sind mir mein privates Umfeld und meine Freizeit ebenfalls wichtig. Bouygues E&S EnerTrans bietet flexible Arbeitszeiten. Dies ermöglicht es mir, meine Karriere und mein Privatleben gut zu vereinen. Wir haben auch ein tolles Team und einen guten Zusammenhalt, was ich ebenfalls sehr schätze.

 

Wie hat dich Bouygues E&S EnerTrans bei deiner Ausbildung/Weiterbildung und Entwicklung unterstützt? 

Es gibt für mich zwei Grundpfeiler: Auf der einen Seite Kurse und Weiterbildungen, andererseits die Ausbildung on the Job. Als ich bei Bouygues E&S EnerTrans startete, wurde mir ein «Götti» zugeteilt, der mich in den Fachbereich Leittechnik einführte und alles Technische erklärte. Anschliessend bildete mich mein Vorgesetzter zum Projektleiter aus. In Bezug auf Weiterbildungen haben die Mitarbeiter jährlich eine Anzahl Tage, welche für Weiterbildungen zur Verfügung stehen, damit man im Hinblick auf technische Entwicklungen auf dem neuesten Stand bleibt. Es gibt auch eine Ausbildungswoche für alle Mitarbeitenden, in der – je nach Aufgabengebiet – verschiedene Kurse belegt werden können, sei dies in der Projektleitung, im Verkauf oder beispielsweise im Bereich Arbeitssicherheit. Auch unsere Konzernmutter Bouygues Energies & Services in der Schweiz bietet Weiterbildungen an, von denen wir Mitarbeitenden profitieren. Insgesamt gibt es ein sehr vielfältiges Angebot, um sich fortzubilden.

  

Inwiefern ist Bouygues E&S EnerTrans ein guter Arbeitgeber für Ingenieure? 

Wir verfügen über ein sehr breites Spektrum an Aufgabengebieten und Tätigkeiten, was den Arbeitsalltag für Ingenieure sehr spannend gestaltet und ihnen ermöglicht, in Bereichen tätig zu sein, die sie besonders interessieren. Man kann auch in andere Fachbereiche wechseln, wenn man möchte. In meinem Bereich, der Sekundärtechnik, kann man beispielsweise in der Parametrierung und Inbetriebsetzung von Schutz- und Leitsystemen mitwirken. Da wir nicht mit eigenen Geräten arbeiten, sind wir unabhängig bei der Auswahl der Produzenten, bei denen wir ein neues Gerät beziehen möchten. Das gewährt uns eine grössere Flexibilität, um bei unseren Kunden die bestmögliche Lösung für ihre jeweiligen Bedürfnisse einzusetzen. Für uns bedeutet es, dass wir immer wieder neue Softwaretools lernen können bzw. müssen. Für diesen Zweck haben wir ein Labor eingerichtet, in welchem wir uns mit den neuen Geräten vertraut machen und sie testen können, bevor sie draussen in den Anlagen eingesetzt werden. Wie bereits erwähnt, kann man auch als Projektleiter oder Teilprojektleiter Projekte abwickeln und somit sukzessiv in Führungstätigkeiten hineinwachsen.

 

Was rätst Du (jungen) Menschen, die sich für eine Laufbahn als Ingenieur interessieren? 

Eine Grundvoraussetzung ist natürlich ein Interesse an technischen Themen. Das Ingenieurwesen ist ein sehr umfangreiches Gebiet mit vielen spannenden Disziplinen. Neben dem Bereich Elektrotechnik, in dem wir tätig sind, kann man sich z.B. auch in Richtung Bauingenieur oder Maschineningenieur entwickeln. Innerhalb dieser Teilbereiche gibt es jeweils wieder verschiedene Themengebiete, auf denen man sich spezialisieren kann, z. B. Forschung, Entwicklung oder, wie bei uns mehrheitlich, in der Realisierung. Es gibt daher für Ingenieure eine beachtliche Anzahl an Möglichkeiten, eine Arbeit auszuführen, welche auf die eigenen Interessen zugeschnitten ist und einen erfüllt. Zudem ist es eine Berufsgattung, die auch in Zukunft sehr gefragt sein wird, insbesondere im Bereich der Elektrotechnik. Im Hinblick auf die Energiestrategie 2050 sind grosse Herausforderungen zu meistern, was zu einer erhöhten Nachfrage für Elektroingenieure führen wird.

Stefan Schenker - Teamleiter Engineering Sekundärtechnik